FDP-Räte wünschen effizienteres Bewilligungsverfahren

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind als umweltfreundliche Heizsysteme gefragt. Ein Hindernis ist das komplexe Bewilligungsverfahren. «Ist ein solches überhaupt notwendig», fragen FDP-Kantonsrat Willi Kälin und FDP-Fraktionspräsident Dominik Zehnder in einem Postulat.

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Zusammen mit FDP-Fraktionspräsident Dominik Zehnder will FDP-Kantonsrat Willi Kälin (Bild) die Baubewilligung für Luft-Wasser-Wärmepumpen abschaffen. Bilder: pd

Bei Einfamilienhäusern und kleineren Bauten sind Luft-Wasser-Wärmepumpe ein effizientes, kostengünstiges und vor allem auch umweltfreundliches Heizsystem. «In unseren Augen eine sehr gute Alternative zu den Gebäudeheizungen mit fossilen Energieträgern», sagt Energiefachmann und FDP-Kantonsrat Willi Kälin aus Pfäffikon. Zusammen mit Ratskollege und FDP-Fraktionspräsident Dominik Zehnder (Bäch) hat er ein Postulat eingereicht, das von der Schwyzer Regierung eine Vereinfachung des heutigen Bewilligungsverfahrens fordert.

Gar ganz ohne Baubewilligung?

Denn für eine Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht der Betreiber eine Baubewilligung. «Das Verfahren ist jedoch komplex und hindert möglicherweise Umrüstungswillige ihre Ölbrenner vor Ablauf der Lebensdauer zu ersetzen», ist Dominik Zehnder überzeugt. Erschwerend kommt hinzu, dass für Neubauten oft zwei Baugesuche eingereicht werden müssen. «Eines für den Neubau und nach der Genehmigung ein weiteres für die Wärmepumpe.» Dies ist aufwändig und kostspielig, minimiert in der Praxis aber immerhin das Risiko, dass durch eine Einsprache wegen der Wärmepumpe nicht das gesamte Bauvorhaben blockiert wird. Der Kanton Basel-Landschaft kennt im Gegensatz zu Schwyz für Luft-Wasser-Wärmepumpen kein Baubewilligungsverfahren. «Dies entbindet den Anlagebetreiber aber nicht davon, die gesetzlichen Vorschriften, wie beispielsweise die Lärmschutz-Verordnung, einzuhalten», betont Willi Kälin. Der Kanton Basel-Landschaft unterstützt die Anlagebetreiber in der Planungsphase weiter mit umfangreichen Informationen, anhand deren geprüft werden kann, ob die lärmrechtlichen Anforderungen erfüllt werden. «Dieses Modell ist vorbildlich und daher wollen wir von der Schwyzer Regierung wissen, ob auch im Kanton Schwyz auf das Baubewilligungsverfahren für Luft-Wasser-Wärmepumpen verzichtet werden kann», schreiben die beiden FDP-Räte in ihrem Postulat, dass nun der Schwyzer Regierung vorliegt.  

Text: Roger Bürgler